Videos
video, source und track
Mit dem video-Element können Videos ohne zusätzliche Plugins direkt
in eine Webseite eingebunden werden. Der Browser stellt auf Wunsch eigene
Bedienelemente für Wiedergabe, Pause, Lautstärke und Vollbildanzeige bereit.
Das video-Element
Ein einfaches Video kann über das Attribut src eingebunden werden.
Das boolesche Attribut controls zeigt die Bedienelemente des Browsers
an.
<video
src="videos/beispiel.mp4"
controls>
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
Der Text zwischen dem öffnenden und dem schließenden
video-Tag dient als Fallback für Browser, die das Element nicht
unterstützen.
Für normale Webseiten sollte controls vorhanden sein, damit das
Video gestartet, angehalten und in der Lautstärke verändert werden kann.
Die Größe des Videos festlegen
Die Attribute width und height geben die ursprünglichen
Abmessungen des Videoplayers an.
<video
src="videos/beispiel.mp4"
width="1280"
height="720"
controls>
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
Für eine responsive Darstellung kann das Video zusätzlich mit CSS an die
verfügbare Breite angepasst werden.
.responsive-video {
display: block;
width: 100%;
height: auto;
}
<video
class="responsive-video"
src="videos/beispiel.mp4"
width="1280"
height="720"
controls>
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
Die HTML-Attribute geben dem Browser das Seitenverhältnis vor. CSS verhindert,
dass das Video breiter als sein verfügbarer Bereich dargestellt wird.
Mehrere Videoquellen anbieten
Statt das Attribut src direkt im
video-Element zu verwenden, können innerhalb des Elements mehrere
source-Elemente angegeben werden.
<video
width="1280"
height="720"
controls>
<source
src="videos/beispiel.webm"
type="video/webm">
<source
src="videos/beispiel.mp4"
type="video/mp4">
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
<a href="videos/beispiel.mp4">
Video herunterladen
</a>
</video>
Der Browser prüft die Quellen in der angegebenen Reihenfolge und verwendet die
erste unterstützte Datei.
src enthält Pfad und Dateinamen der Videodatei.
type gibt den MIME-Typ der Datei an.
video/mp4 bezeichnet eine MP4-Datei.
video/webm bezeichnet eine WebM-Datei.
MP4 ist sehr weit verbreitet. Ob eine Videodatei abgespielt werden kann, hängt
jedoch nicht nur vom Dateiformat, sondern auch vom darin verwendeten Codec ab.
Ein Vorschaubild anzeigen
Mit dem Attribut poster kann ein Bild angezeigt werden, bevor das
Video gestartet wird.
<video
src="videos/beispiel.mp4"
poster="images/video-vorschau.jpg"
width="1280"
height="720"
controls>
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
Der Wert des Attributs enthält den Pfad zur Bilddatei. Ohne
poster zeigt der Browser häufig das erste verfügbare Einzelbild des
Videos oder eine leere Fläche an.
Ein aussagekräftiges Vorschaubild hilft Benutzern dabei, Inhalt und Zweck des
Videos bereits vor dem Start zu erkennen.
Das Laden des Videos steuern
Das Attribut preload gibt dem Browser einen Hinweis, welche
Videodaten bereits beim Laden der Webseite vorbereitet werden sollen.
-
preload="none" – das Video soll zunächst nicht geladen werden.
-
preload="metadata" – nur Metadaten wie Dauer und Abmessungen
sollen geladen werden.
-
preload="auto" – der Browser darf die Videodatei bereits
vorladen.
<video
src="videos/beispiel.mp4"
preload="metadata"
controls>
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
preload ist nur ein Hinweis. Der Browser kann abhängig von Gerät,
Verbindung und eigenen Einstellungen anders entscheiden.
Videos automatisch starten
Mit autoplay soll die Wiedergabe automatisch beginnen. Moderne
Browser verhindern jedoch meistens automatisch gestartete Videos mit Ton.
<video
src="videos/beispiel.mp4"
autoplay
muted
playsinline
loop>
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
autoplay startet das Video automatisch.
muted schaltet den Ton zunächst stumm.
playsinline unterstützt die Wiedergabe innerhalb der Seite.
loop startet das Video nach dem Ende erneut.
Automatisch gestartete Videos sollten nur eingesetzt werden, wenn sie den
Benutzer nicht stören. Wichtige Videos benötigen weiterhin sichtbare
Bedienelemente.
Untertitel mit track einbinden
Mit dem track-Element können Untertitel, Beschreibungen und Kapitel
zu einem Video hinzugefügt werden. Die Texte werden üblicherweise in einer
WebVTT-Datei mit der Endung .vtt gespeichert.
<video
src="videos/beispiel.mp4"
width="1280"
height="720"
controls>
<track
src="untertitel/beispiel-de.vtt"
kind="subtitles"
srclang="de"
label="Deutsch"
default>
<track
src="untertitel/beispiel-en.vtt"
kind="subtitles"
srclang="en"
label="English">
Ihr Browser kann dieses Video nicht wiedergeben.
</video>
src enthält Pfad und Dateinamen der WebVTT-Datei.
kind bestimmt die Art der Textspur.
srclang gibt die Sprache der Textspur an.
label enthält die sichtbare Bezeichnung der Auswahl.
default kennzeichnet die standardmäßig ausgewählte Spur.
Untertitel machen Videos auch für Menschen zugänglich, die den Ton nicht hören
können oder das Video ohne Ton ansehen.
Eine WebVTT-Datei erstellen
Eine WebVTT-Datei beginnt mit der Angabe WEBVTT. Danach folgen
einzelne Textblöcke mit Startzeit, Endzeit und Untertitel.
WEBVTT
00:00:02.000 --> 00:00:06.000
Willkommen bei EDV mit Adi Prinz.
00:00:07.000 --> 00:00:12.000
In diesem Video lernen Sie die Grundlagen von HTML kennen.
Zwischen den einzelnen Untertiteln steht jeweils eine Leerzeile. Die Zeitangaben
bestimmen, wann ein Text eingeblendet und wieder ausgeblendet wird.
Die erste Zeile muss WEBVTT enthalten. Die Datei wird als reine
Textdatei mit der Dateiendung .vtt gespeichert.
Arten von Textspuren
Das Attribut kind beschreibt den Verwendungszweck einer Textspur.
-
subtitles – Untertitel oder Übersetzungen gesprochener Inhalte
-
captions – Untertitel einschließlich wichtiger Geräusche und
Sprecherangaben
-
descriptions – Beschreibungen wichtiger visueller Inhalte
-
chapters – Bezeichnungen für einzelne Kapitel des Videos
-
metadata – maschinenlesbare Daten für Skripte
captions enthalten neben gesprochenem Text auch wichtige
akustische Informationen wie Musik, Klingeln oder Applaus.
Videos barrierefrei bereitstellen
Ein zugängliches Video sollte nicht ausschließlich visuelle oder akustische
Informationen vermitteln.
- Gesprochene Inhalte sollten als Untertitel verfügbar sein.
- Wichtige Geräusche sollten in den Untertiteln beschrieben werden.
- Visuelle Informationen benötigen gegebenenfalls eine Audiodeskription.
- Die Bedienelemente müssen mit der Tastatur erreichbar sein.
- Automatische Wiedergabe mit Ton sollte vermieden werden.
- Eine Textfassung kann als zusätzliche Alternative angeboten werden.
Untertitel helfen nicht nur gehörlosen und schwerhörigen Menschen. Sie sind
beispielsweise auch in lauter Umgebung oder bei ausgeschaltetem Ton nützlich.
Wichtige Attribute des video-Elements
src – Pfad zur Videodatei
controls – zeigt die Bedienelemente an
width – Breite des Videoplayers
height – Höhe des Videoplayers
poster – Bild vor dem Start des Videos
preload – Hinweis zum Vorladen der Datei
autoplay – startet die Wiedergabe automatisch
muted – schaltet den Ton stumm
loop – wiederholt das Video
playsinline – spielt das Video innerhalb der Seite ab
Eigenschaften wie buffered, played und
volume sind keine HTML-Attribute für den Quellcode. Sie gehören zur
JavaScript-Schnittstelle des Videoelements.
Audio
audio und source
Mit dem audio-Element können Audiodateien ohne zusätzliche Plugins
direkt in eine Webseite eingebunden werden. Der Browser stellt mit
controls eigene Bedienelemente für Wiedergabe, Pause, Lautstärke und
Navigation innerhalb der Aufnahme bereit.
Das audio-Element
Eine einzelne Audiodatei kann über das Attribut src eingebunden
werden.
<audio
src="audio/beispiel.mp3"
controls>
Ihr Browser kann diese Audiodatei nicht wiedergeben.
</audio>
Das boolesche Attribut controls zeigt die Bedienelemente des Browsers
an. Der Text zwischen den Tags dient als Fallback für Browser, die das Element
nicht unterstützen.
Ohne controls besitzt der Benutzer normalerweise keine sichtbare
Möglichkeit, die Wiedergabe zu starten oder anzuhalten.
Mehrere Audioquellen anbieten
Innerhalb des audio-Elements können mehrere
source-Elemente angegeben werden. Der Browser verwendet die erste
unterstützte Datei.
<audio controls>
<source
src="audio/beispiel.ogg"
type="audio/ogg">
<source
src="audio/beispiel.mp3"
type="audio/mpeg">
Ihr Browser kann diese Audiodatei nicht wiedergeben.
<a href="audio/beispiel.mp3">
Audiodatei herunterladen
</a>
</audio>
src enthält Pfad und Dateinamen der Audiodatei.
type enthält den MIME-Typ der Datei.
audio/mpeg wird für MP3-Dateien verwendet.
audio/ogg wird für Ogg-Audiodateien verwendet.
audio/wav wird für WAV-Dateien verwendet.
Das Dateiformat und der darin verwendete Codec bestimmen gemeinsam, ob eine
Audiodatei vom Browser abgespielt werden kann.
Wichtige Audioformate
Für Audiodateien im Web werden unterschiedliche Formate eingesetzt. Sie
unterscheiden sich unter anderem bei Dateigröße, Komprimierung und
Browserunterstützung.
-
MP3 – weit verbreitetes, verlustbehaftet komprimiertes
Audioformat
-
Ogg – Containerformat, häufig mit dem Audio-Codec Vorbis
verwendet
-
WAV – häufig unkomprimiert und deshalb meist deutlich größer
-
AAC – komprimiertes Audioformat, häufig auch in MP4-Dateien
verwendet
-
Opus – moderner Codec, besonders geeignet für Sprache und
Streaming
Für eine einfache Audioausgabe auf Webseiten ist MP3 wegen seiner weiten
Verbreitung häufig ausreichend.
Das Laden einer Audiodatei steuern
Das Attribut preload gibt dem Browser einen Hinweis, welche Daten
bereits beim Laden der Webseite vorbereitet werden sollen.
-
preload="none" – die Audiodatei soll zunächst nicht geladen
werden
-
preload="metadata" – nur Metadaten wie die Dauer sollen geladen
werden
-
preload="auto" – der Browser darf die Audiodatei vorladen
<audio
src="audio/beispiel.mp3"
preload="metadata"
controls>
Ihr Browser kann diese Audiodatei nicht wiedergeben.
</audio>
Der Wert von preload ist lediglich eine Empfehlung. Der Browser
entscheidet, welche Daten tatsächlich geladen werden.
Audio automatisch starten
Das Attribut autoplay fordert den Browser auf, die Wiedergabe
automatisch zu beginnen. Moderne Browser verhindern jedoch meist automatisch
gestartete Audioinhalte.
<audio
src="audio/beispiel.mp3"
autoplay
muted
controls>
Ihr Browser kann diese Audiodatei nicht wiedergeben.
</audio>
Selbst mit autoplay ist nicht garantiert, dass die Wiedergabe
beginnt. Häufig ist zunächst eine Aktion des Benutzers erforderlich.
Automatisch gestarteter Ton kann stark stören. Audiodateien sollten deshalb
normalerweise vom Benutzer bewusst gestartet werden.
Eine Audiodatei wiederholen
Mit dem booleschen Attribut loop beginnt die Wiedergabe nach dem
Ende automatisch erneut.
<audio
src="audio/hintergrundmusik.mp3"
controls
loop>
Ihr Browser kann diese Audiodatei nicht wiedergeben.
</audio>
Wiederholte Hintergrundmusik sollte nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden.
Benutzer müssen sie jederzeit anhalten oder stummschalten können.
Eine Audiodatei zum Download anbieten
Zusätzlich zum Audioplayer kann ein gewöhnlicher Link zur Datei angeboten
werden. Das Attribut download weist den Browser an, die Datei
herunterzuladen.
<audio
src="audio/beispiel.mp3"
controls>
</audio>
<p>
<a
href="audio/beispiel.mp3"
download>
Audiodatei herunterladen
</a>
</p>
Ob der Download unmittelbar beginnt, hängt unter anderem von der Herkunft der
Datei und den Einstellungen des Browsers ab.
Ein Transkript bereitstellen
Für gesprochene Inhalte sollte eine Textfassung angeboten werden. Sie hilft
Menschen, die den Ton nicht hören können, und erleichtert außerdem das
Nachlesen und Durchsuchen des Inhalts.
<audio
src="audio/html-einfuehrung.mp3"
controls>
Ihr Browser kann diese Audiodatei nicht wiedergeben.
</audio>
<details>
<summary>Transkript anzeigen</summary>
<p>
Willkommen zur Einführung in HTML. In dieser Aufnahme
lernen Sie die grundlegende Struktur einer Webseite kennen.
</p>
</details>
Ein Transkript sollte alle gesprochenen Inhalte und wichtige akustische
Informationen verständlich wiedergeben.
Audiodateien barrierefrei bereitstellen
- Gesprochene Inhalte sollten zusätzlich als Text verfügbar sein.
- Wichtige Geräusche sollten im Transkript beschrieben werden.
- Die Bedienelemente müssen mit der Tastatur erreichbar sein.
- Automatische Wiedergabe sollte vermieden werden.
- Der Inhalt und die Dauer der Aufnahme sollten erkennbar sein.
- Ein direkter Download kann als zusätzliche Möglichkeit angeboten werden.
Ein Audioplayer allein ist keine ausreichende Alternative für Benutzer, die
den Ton nicht wahrnehmen können.
Wichtige Attribute des audio-Elements
src – Pfad zur Audiodatei
controls – zeigt die Bedienelemente an
preload – gibt einen Hinweis zum Vorladen
autoplay – fordert den automatischen Start an
muted – schaltet den Ton stumm
loop – wiederholt die Audiodatei
Eigenschaften wie currentTime, duration,
paused und volume gehören zur
JavaScript-Schnittstelle und sind keine HTML-Attribute.